Geschichte der

Katholischen Hochschulgemeinde Hamburg
(genannt sind nur die wichtigsten Ereignisse)

23.10.1946

- an der Uni Hamburg sind 3500 Studenten eingeschrieben
- davon sind 10 % katholisch
- erster Standort der Studentengemeinde: Beim Schlump 57
- Jesuiten
orden besitzt dort ein Grundstück
- 1. Studentenpfarrer ist der Jesuit P. Dr. Hans Wulf SJ
- Stud
enten nehmen 7 Uhr morgens am Gottesdienst teil
- Studentenpfarrer erbittet Geld für notdürftige Studenten beim Erzbischof in Osnabrück, Dr.
Hermann Wilhelm Berning

24.1.1947

- durch die Unterstützung des Erzbischofs von Osnabrück bekommt die Studentengemeinde u. a. auch eine Spende vom ehem. Nuntius in Deutschland und nun Papst Pius XII in Höhe von 4000 RM

21.4.1948

- auf dem Gelände der Jesuitengemeinschaft (Beim Schlump 57) konnte eine Baracke für die Studentenseelsorge errichtet werden
= 1 großer Raum, 2 mittlere Räume, 2 kleine Räume

26.4.1948

- der Erzbischof von Osnabrück erteilt die Erlaubnis, an Werktagen eine Abendmesse feiern zu können

20.10.1948

- trotz Währungsreform wurde auf dem Gelände der Jesuitengemeinschaft (Beim Schlump 57) ein Studentenheim gebaut

zum SS 1949

- erstes Semesterprogrammheft wird veröffentlicht
-
erster Studentenseelsorger: P. Dr. Hans Wulf SJ
- erste
Studentensprecher: Johannes Ax und Margret Poulson

Januar 1951

- Dr. Hans Urs von Balthasar (namenhafter Theologe) hält als einer der ersten Referenten in der Studentengemeinde einen Vortrag

19.7.1952

- der Studentenpfarrer schreibt einen Brief an den Erzbischof von Osnabrück, Dr. Hermann Wilhelm Berning:
- beklagt sich darin über Studenten
+
sie seien unselbstständig, alles muss man selber machen
+ die Generation, die nach dem Krieg an der Uni war, war „ohne Frage williger“

30.7.1952

- Erzbischof von Osnabrück, Dr. Wilhelm Berning, weist an, dass Studentengemeinde monatlich 150,- DM bekommt

1953

- das Studentenheim (Beim Schlump 57) wird renoviert

1955

- erstmalige Korrespondenz über das Gehalt von P. Dr. Hans Wulf SJ
(geführt von Superior P. Fritz Vorspel SJ
mit dem Bistum Osnabrück)

5.5.1964

- Architekt wurde beauftragt, Zeichnung für den Bau eines neuen Studentenwohnheims zu erstellen
(Beauftragung durch den Studentenpfarrer P. Jakob Philippi SJ)

1965

Bau des Alfred-Delp-Hauses (neues Studentenwohnheim) in der Rentzelstr. 17

ab 1966

- neuer Sitz der Studentengemeinde befindet sich nun in der Rentzelstr. 17
- das Haus heißt „Alfred-Delp-Haus“ (Einweihungsfeier: 9.12.1966)
- bereits zuvor wurde 1963 zur Finanzierung ein „Alfred-Delp-Verein“ gegründet

1976/77

- Spannungen unter den pastoralen Mitarbeitern
- Ziel des Studentenseelsorgers: „Beruhigung der Gemüter“
- Studentenseelsorger P. Hans-Ludwig Ollig SJ will von vorn beginnen

18.4.78

- Brief an Bischof Wittler (Osnabrück): „wir haben wieder einen funktionierenden Gemeinderat“, der nicht gegen den Studentenpfarrer arbeitet
- Alfred-Delp-Haus arbeitet unwirtschaftlich
- überwiegender Anteil vom Etats
der Studentenseelsorge wird für die Bewirtschaftung des Hauses verwendet
- für die Arbeit mit Studierenden bleibt nur wenig vom Etats übrig

1.7.1989

Alfred-Delp-Haus wird kostenlos dem Verband der römisch-katholischen Kirchengemeinden übergeben

1993

Ausbau des Erdgeschosses im Alfred-Delp-Haus

Juli 2000

Der Jesuitenorden beendet seinen Dienst in der Hochschulgemeinde Hamburg - letzter amtierender Jesuit: P. Dr. Peter Conrads SJ

1.8.2000

- der Franziskanerorden übernimmt die Hochschulpastoral in Hamburg
-
P. Stefan Seibert OFM wird Hochschulseelsorger in der Rentzelstr. 17
(schriftliche Vereinbarung wird
rückwirkend vom 29.6.01 zwischen Erzbistum HH und der Franziskanerprovinz v. Hl. Kreuz unterzeichnet)
- Pläne des Generalvikariates bezüglich eines neuen Standortes der Hochschulgemeinde sorgen für Spannungen zwischen allen beteiligten Gruppen

August 2001

Umzug der Hochschulgemeinde v. d. Rentzelstr. 17 in die Sedanstr. 23
- großer Teil der Gemeindemitglieder verlässt die Hochschulgemeinde
- Neubeginn der Gemeinde in der Sedanstraße
erste Sprecher: Hannah Schiewe, Alena Küchler, Claudia Beer, Nicole Melmer, Ivana Urbanova, Andre Kurre, Ayres Freitas

1.3.2002

Inkrafttreten einer Satzung der Hochschulgemeinde, unterschrieben von Erzbischof Dr. Ludwig Averkamp

4.4.02

Unterzeichnung des Nutzungsvertrages der neuen Räume im Franziskus-Kolleg zwischen dem Bistum Hamburg und der Franziskanerprovinz vom Hl. Kreuz

WS 2002/03

Einführung von P. Thomas Ferenčik ofm als Hochschulpfarrer
- weit
ere Ausgestaltung der vorhandenen Räumlichkeiten
- Konstituierung der noch jungen Gemeinde in der Sedanstr.
- Aufbau von Strukturen und Organisationen des Gemeindelebens

2004

Verkauf des ehemaligen Standortes Rentzelstr. 17 durch den Verband der römisch-katholischen Kirchengemeinden Hamburg

WS 2005/06

Gäste in der KHG:

    Dr. Gerd Weckwerth
    Prof. Dr. Johann Bienlein
    Prof. Dr. Hans-Dieter Mutschler

SS 2006

Gäste in der KHG:

    Prof. DDr. Paul Zulehner
    Dr. Martina Kreidler-Kos

29.8.2006

Unterzeichnung des Nutzungsvertrages für den Raum der Stille auf dem Campus der Universität (Von-Melle-Park 11) mit dem Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, und Vertretern des TOC´s (Touch of Civilization)

17.6.2009

Eröffnung des Raums der Stille auf dem Campus der Universität Teilnehmer: Frau Prof. Dr. Monika Auweter-Kurz (Präsidentin der Universität) Vertreter von Religionen und Gemeinschaften: Islamische Hochschulgemeinde, Tibetzentrum Hamburg, Hindugemeinde, Sokka-Gakkai, Evangelische Studierendengemeinde

WS 2009/10

Gäste in der KHG:

    Marcus Wegner M.A. (Exorzismus)
    Prof. Dr. J. Brosseder (Ökumene)
    Prof. Dr. Hans Kessler (Theodizee)
    Dr. Jürgen Bründl (Teufel)

6.1. 2010

Neujahrsempfang der KHG mit:

    Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach,
    Vizepräsident der Universität Prof. Dr. Holger Fischer
    Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke

 

Diese geschichtliche Darstellung der KHG Hamburg wurde am 10.4.2006 rückwirkend erstellt. Grundlage dieser Erarbeitung sind u. a. Archivbestände der Erzdiözese Hamburg, Programmhefte (Archiv der KHG) und diverse andere schriftliche Dokumente.

Letzte Überarbeitung 2010, P. Thomas Ferenčik ofm